An Gedenkstätten fehlt es nicht in Lothringen, einer Region, die allzu oft dem Appetit kriegführender Mächte zum Opfer fiel.
Hier hat der Erste Weltkrieg die Spuren eines namenlosen Heldentums hinterlassen und eine Reiseroute von Stätten vorgezeichnet, die sowohl zum Nachdenken als auch zur erneuten Lektüre einer unvergänglichen Geschichte einladen.
Im Herzen dieser lebendigen Vergangenheit liegt Verdun mit seiner weltweit bekannten „Roten Zone“, seiner unterirdischen Zitadelle, dem Beinhaus von Douaumont, dem Bajonettgraben sowie den Forts von Vaux und Douaumont. Das Weltfriedenszentrum (Centre Mondial de la Paix) lädt zum Nachdenken ein.
Für nicht weniger symbolträchtige Entdeckungen steht als Ausgangspunkt die „Voie sacrée“ (der „Heilige Weg“), die ehemalige Nachschubstraße der französischen Armee, die sich zwischen Bar-le-Duc und Verdun befindet.
Auch die Forts des „Großen Krieges“ und die Maginot-Linie sind ebenso wie die Verteidigungsanlagen aus älterer Zeit vergangenheitsträchtige Zeugen.
Zu den älteren Verteidigungsanlagen zählen ebenfalls die aus dem 3. Jahrhundert stammenden Überreste römischer Mauern in Metz sowie die Burgen und mittelalterlichen Festungsmauern wie sie noch heute in Châtel-sur-Moselle zu sehen sind. Nicht zu vergessen, die Zitadellen nach Art von Vauban, von denen die in Toul, Bitche, Montmédy, Thionville, Verdun und Phalsbourg noch gut erhalten sind, wohingegen Longwy und Marsal mit seinem berühmten Stadttor „Porte de France“ nur noch einige Überreste zu bieten haben. Also jede Menge Sehenswertes.
Erwähnenswert sind selbstverständlich auch die sogenannten Festen, die aus der deutschen Besatzungszeit stammenden Befestigungsanlagen, in Thionville und Metz...
Nicht übersehen sollte man das befestigte Dorf Villey-le-Sec, das von Séré de Rivières angelegt wurde, dem wir auch die Forts von Troyon, Vaux, Douaumont, Uxegney, Bourlémont verdanken, oder auch die Festung von Châtel-sur-Moselle, deren erste aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammende und um einen Bergfried angelegte Burg im 15. Jahrhundert erweitert wurde.